Informationen zum Peer-Review-Verfahren

Eingang des Artikels

Alle eingereichten Beiträge werden vor der weiteren Bearbeitung von einem Mitglied des Herausgabe-Teams geprüft. Neben formalen Kriterien (Anonymisierung, Formatierung entsprechend des Style-Sheets, Vollständigkeit der eingereichten Unterlagen) wird dabei die Übereinstimmung mit den in den Redaktionsrichtlinien formulierten Kriterien berücksichtig (Ersteinreichung, Übereinstimmung mit der inhaltlichen Ausrichtung des Journals, Kriterien guter wissenschaftlicher Praxis und forschungsethische Aspekte). 

Ablauf des Peer-Reviews

Forschungsbeiträge und Methodenreflexionen werden im Double-Blind-Peer Review Verfahren begutachtet. Die eingereichten Beiträge werden zeitnah von jeweils zwei Personen, die aufgrund ihrer fachlichen Expertise von den Herausgebenden um Begutachtung gebeten wurden, anonym beurteilt. Falls notwendig, können die Herausgebenden zudem weitere Expertisen heranziehen. Bei der Auswahl der Begutachtenden wird darauf geachtet, dass keine Interessenskonflikte vorliegen (https://cope.onl/coi-2). Im Zweifelsfall vergeben die Herausgebenden die Begutachtung anderweitig.

Die Gutachter:innen geben anschließend in Form eines Begutachtungsformulars Rückmeldung über Annahme oder Ablehnung bzw. über u. U. notwendige Überarbeitungen Begutachtet wird dabei neben den formalen Eigenschaften die Qualität der theoretischen Rahmung, die Klarheit der Fragestellung, eine ausgearbeitete Methodik, die Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse, die Diskussion der Ergebnisse und der Bezug zur Musikpädagogik. Ein angemessener Umgang mit den Regeln wissenschaftlichen Arbeitens und forschungsethischen Aspekten wird vorausgesetzt.

Auf dieser Grundlage leiten die Herausgeber:innen eine Zusammenfassung der Kommentare und Rückmeldungen sowie evtl. Kommentare am Manuskript an die Autor:innen weiter. Nach Überarbeitung des Beitrags kann ggf. kann eine erneute Begutachtung erfolgen; falls nötig, können auch weitere Herausgebende sowie entsprechend ausgewiesene Mitglieder des Beirats in den Review-Prozess einbezogen werden. Die Gutachten sollten nach Möglichkeit anonym bleiben.

Die Herausgeber:innen entscheiden mit einfacher Mehrheit auf Grundlage der Gutachten über den weiteren Herausgabe-Prozess. Nach positivem Abschluss des Begutachtungsverfahren durchlaufen die Manuskripte einen Digitalisierungsprozess. Die Reviews selbst werden nicht veröffentlicht, die Reviewenden sollen auch nach der Publikation anonym bleiben. Auch Texte aus dem Kreise des Herausgabe-Teams unterliegen denselben Regeln, obwohl hier das Prinzip des „double-blind“ nicht immer vollständig eingehalten werden kann.

Rezensionen, Methodenbeiträge und Konferenzberichte durchlaufen kein Reviewverfahren, werden aber vom Herausgabe-Team geprüft. Auch hier sind Überarbeitungen ggf. notwendig und möglich.

Bitte nutzen Sie für die Begutachtung das von uns zur Verfügung gestellte Begutachtungsformular und geben Sie darüber hinaus ein schriftliches Gutachten zu dem Ihnen zugewiesenen Beitrag ab.

Um Klarheit und Kohäenz der eingereichten Arbeiten zu erreichen, sind insbesondere die folgenden Aspekte zu beurteilen (vgl. dazu auch das Publikationsmanual der American Psychological Association (APA)). 

  • Die Fragestellung sollte bereits zu Beginn des Manuskripts dargestellt werden.
  • Es sollte deutlich werden, dass die Forschungsfrage relevant, fundiert und gut umrissen ist und durch einen theoretischen Hintergrund gestüzt wird.
  • Die Forschungsfrage sollte im Rahmen eines Literaturüberblicks mit früherer Forschung verknüpft werden. Der Literaturüberblick sollte dabei sachdienlich und informativ sein; er sollte keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, aber dem Prinzip der Referenzwahrheit verpflichtet sein.
  • Die Forschungsfragen und die damit verbundenen Hypothesen, leitenden Annahmen bzw. das Erkenntnisinteresse sollten explizit und verständlich formuliert sein. 
  • Die eingesetzen empirischen Methoden sollten nachvollziehbar dargestellt und begründet werden. 
  • Die Schlussfolgerungen sollten sich innerhalb der Grenzen der gefundenen Ergebnisse bewegen.
  • Die Diskussion sollte verständlich hervorheben, was die Studie zu der Beantwortung der Fragestellung beigetragen hat.
  • Theoretische und/oder praktische Implikationen der Studie sollten aufgezeigt und diskutiert werden.
  • Das Manuskript empirisch orientierter Beiträge kann sich an der folgenden Gliederung orientieren (eine abweichende Gliederung ist möglich, sollte aber der Klarheit und Kohärenz des Textes dienen):
  1. Einleitung und Vorstellung der Forschungsfrage;
  2. Theoretischer Rahmen, Forschungslage und Entwicklung der Fragestellungen bzw. Hypothesen;
  3. Methode(n);
  4. Ergebnisse und
  5. Diskussion.

Zur Nutzung von KI-Tools im Reviewverfahren

Gutachter:inen werden aufgrund ihrer fundierten Kenntnis des Fachgebietes bzw. der Methoden des zu begutachtenden Beitrags ausgewählt. Unser Review-Prozess basiert auf dem gegenseitigen Vertrauen zwischen Herausgeber:innen, Autor:innen und Gutachter:innen. Für unsere Review-Verfahren legen wir die folgenden Grundsätze an:

  • Unveröffentlichte Manuskripte dürfen unter keinen Umständen in KI Tools, z.B. zum Zwecke der Zusammenfassung o.ä. hochgeladen werden. Dies verstößt u.U. gegen Copyright Regelungen. Zudem können Manuskripte senesible oder geschützte Informationen enthalten.
  • Gutachten dürfen unter keinen Umständen automatisiert generiert werden. Der wissenschaftliche Peer-Review-Prozess erfordert kritisches Denken und Fachkompetenz, die KI nicht ersetzen kann. Eine Delegation der inhaltlichen Beurteilung an KI-Systeme ist nicht statthaft. Gutachter:innen sind persönlich für ihre Gutachten verantwortlich. 
  • Manuskripte dürfen nicht an Dritte – weder Personen noch KI-Dienste – weitergegeben werden. 
  • Sollte in der Begutachtung der Verdacht entstehen, dass substantielle Teile eines Beitrags KI generiert sind, so sind die Herausgeber:innen darüber in Kenntnis zu setzen.