Vom „Push the Keys“ zum „Touch the Screen“? Eine Spurensuche zur Konkurrenz der Dinge im Musikunterricht.
Zur Soziomaterialität der Einführung von der GarageBand-App in den schulischen Musikunterricht
DOI:
https://doi.org/10.62563/bem.v18i1.269Schlagworte:
Digitalisierung, Garage Band, Tablet-Klassen, Fachkultur, SituationsanalyseAbstract
Der Beitrag untersucht die Einführung von iPads im Musikunterricht einer Sekundarschule aus einer soziomaterialen Perspektive. Auf der Grundlage einer mehrjährigen Begleitung wird mit Verfahren der Situationsanalyse aufgezeigt, wie die Digitaltechnologien – insbesondere die App GarageBand – in bestehende Fachkulturen, Dingordnungen und Unterrichtsroutinen eingebettet werden. Die Analyse offenbart, wie im Musikunterricht der Digitalisierungsprozess oft an alten Dingen, vertrauten Routinen und fachimmanenten Ideologien, wie dem Klaviozentrismus und einer Liveness-Norm, scheitert. Zugleich ergänzt ein alternatives Verständnis unterrichtlichen Musiklernens das handwerkliche Reproduzieren und Selbstüberwinden in Präsenzdarbietungen um die Klangarbeit beim explorativ-selbstständigen Erfinden und Produzieren präziser Aufnahmen. Die Ergebnisse werden hinsichtlich der Debatten um Digitalisierung in Schule und Musikunterricht diskutiert.
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