Werke verschwinden nicht einfach.

Eine empirische Rekonstruktion der Wichtigkeit musikalischer Texte in musikdidaktischen Lehrveranstaltungen

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.62563/bem.v18i2.284

Schlagworte:

Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT), Ethnographie, Praxistheorie, Musikpädagogik, Praxen vs. Werke

Abstract

Dieser Text basiert auf der Erkenntnis eines ethnographischen Forschungsprojekts, dass Musikstücke in musikdidaktischen Lehrveranstaltungen zentral sind. Dies steht im Kontrast zur wissenschaftlichen Diskussion, in der musikalische Praxen und nicht Musikstücke als primäre Referenz gefordert werden. Deshalb wird der Versuch unternommen, die beiden Positionen zu vermitteln. Auf Grundlage der Akteur-Netzwerk-Theorie wird aufgezeigt, dass Musikstücke als Akteure einen wichtigen Einfluss auf Unterrichtshandlungen nehmen und einen wesentlichen Beitrag leisten, um Praxen zu musikalischen Praxen zu machen. Allerdings zeigt die empirische Rekonstruktion auch, dass Musikstücke in den beforschten Lehrveranstaltungen als überzeitliche Größen verstanden werden, was aus praxistheoretischer Perspektive kritikwürdig ist. Diese Gegenüberstellung führt zu einem Plädoyer für einen musikalischen Text, der im Sinne Roland Barthes’ als Praxis gedacht wird.

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Veröffentlicht

22.07.2026

Zitationsvorschlag

Blanchard, O., & Halter, V. J. (2026). Werke verschwinden nicht einfach.: Eine empirische Rekonstruktion der Wichtigkeit musikalischer Texte in musikdidaktischen Lehrveranstaltungen. Beiträge Empirischer Musikpädagogik, 18(2), 1–16. https://doi.org/10.62563/bem.v18i2.284