Melodische Tonfolgen im schulischen Musikunterricht

Eine korpusbasierte Analyse von Musikstücken und -werken verschiedener Epochen, Genres und Gattungen

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.62563/bem.v18i2.286

Schlagworte:

Auditive Strukturerkennung, Korpusanalyse, Statistisches Lernen, Melodisches Basismaterial

Abstract

Die Wahrnehmung musikalischer Strukturen ist zentral für das Hören und Verarbeiten von Musik. Aufbauend auf musikpsychologischen Ansätzen wie der Prototypentheorie und dem Predictive Coding sowie musiktheoretischen Konzepten können Wiederholung und Ähnlichkeit als verbindende Elemente betrachtet werden. In einem Korpus von 309 Musikstücken und -werken aus dem schulischen Musikunterricht an Gymnasien in Baden-Württemberg wurden häufig vorkommende Tonfolgen mithilfe einer Koprusanalyse identifiziert (Teilstudie 1) und mit einer Stichprobe bestehend aus Statusgruppen mit unterschiedlichem Grad an musikalischer Ausbildung unter Verwendung eines kumulativen Link-Mischmodells validiert (Teilstudie 2). Die Ergebnisse von Teilstudie 1 zeigten, dass 20 von 2759 Tonfolgeklassen etwa 52 % des gesamten Korpus abdeckten. Teilstudie 2 demonstrierte, dass Personen mit höherer musikalischer Ausbildung die im Korpus am häufigsten vorkommenden Tonfolgen auch als solche wahrnehmen. Die Befunde können als Grundlage für ein evidenzbasiertes Modell dienen, das als Ausgangspunkt für die Förderung der Wahrnehmung auditiver Strukturen in der Musik genutzt werden kann.

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Veröffentlicht

23.09.2026

Zitationsvorschlag

Zarzalis, M., Fiedler, D., Zarzalis, J., & Hasselhorn, J. (2026). Melodische Tonfolgen im schulischen Musikunterricht: Eine korpusbasierte Analyse von Musikstücken und -werken verschiedener Epochen, Genres und Gattungen. Beiträge Empirischer Musikpädagogik, 18(2). https://doi.org/10.62563/bem.v18i2.286